Der Sommer stellt den Rasen in Österreich auf die Probe. Hohe Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und unregelmäßiger Regen machen aus der grünen Fläche schnell eine trockene Wiese – wenn man nicht rechtzeitig reagiert. Wer Rasen richtig mähen im Sommer will, sollte nicht nur auf den Schnittzeitpunkt achten, sondern auch auf Schnitthöhe, Messerqualität und die richtige Technik.
Mit ein paar einfachen Regeln bleibt der Rasen auch in der heißen Jahreszeit dicht, gesund und saftig grün. Während Frühling und Herbst eher pflegeleichte Phasen sind, verlangt der Sommer mehr Fingerspitzengefühl. Denn jeder Schnitt ist ein Eingriff in das Pflanzenwachstum. Zu kurzer oder zu häufiger Schnitt bei Hitze führt schnell zu verbrannten Stellen und offenen Bodenflächen, auf denen sich Unkraut oder Moos ansiedeln.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Mähen?
In Österreich sind die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag die besten Zeiten, um den Rasen richtig zu mähen im Sommer. In der Mittagshitze sollte man den Rasen keinesfalls schneiden – die frischen Schnittstellen würden regelrecht „verkochen“, was zu braunen Flecken führt.
Morgens hingegen ist der Tau oft noch nicht ganz verschwunden, was ebenfalls problematisch sein kann, da nasses Gras schlecht geschnitten wird und im Mäher verklumpt.
Ideal ist ein trockener, nicht zu heißer Tag mit Temperaturen unter 25 °C. So wird der Rasen geschont und der Schnitt bleibt sauber. Besonders an heißen Tagen sollte man zwischen zwei Schnitten mindestens 7 bis 10 Tage verstreichen lassen, damit sich die Grasnarbe erholen kann.
Die richtige Schnitthöhe entscheidet im Sommer
Der vielleicht wichtigste Faktor beim Rasen richtig mähen im Sommer ist die Schnitthöhe. Im Sommer darf der Rasen ruhig etwas länger bleiben als in anderen Jahreszeiten. Das schützt den Boden vor dem Austrocknen und hält die Wurzeln kühler. Zu kurz geschnittener Rasen verliert schnell an Dichte, wird gelb und anfälliger für Krankheiten.
• In sonnigen Lagen: 5–6 cm Schnitthöhe
• In schattigen Bereichen: 6–7 cm
• Bei Hitzewellen: lieber 1 cm mehr stehen lassen
Nach dem Schnitt sollte kein Rasenschnitt liegenbleiben, es sei denn, man verwendet einen Mulchmäher. Denn zu dicke Schnittreste fördern Fäulnis, besonders bei feuchtwarmer Witterung.
Rasenmäher regelmäßig warten – für sauberen Schnitt
Ein stumpfes Mähmesser zerreißt die Grashalme statt sie zu schneiden – die Folge sind ausgefranste Blattspitzen, die schneller austrocknen und braun werden. Deshalb ist es besonders im Sommer wichtig, das Messer regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu schärfen oder auszutauschen.
Auch der Mäher selbst sollte sauber gehalten werden, um gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen. Außerdem sollte der Fangkorb nicht überfüllt werden, damit der Mäher konstant arbeitet. Wer auf Mulchen umstellt, sollte nur bei trockener Witterung mähen und maximal ein Drittel der Halmhöhe abnehmen.
Kombination aus Schnitt und Bewässerung bringt Stabilität
Ein gut gemähter Rasen braucht auch ausreichende Feuchtigkeit – vor allem im Sommer. Gießen sollte man am besten frühmorgens, damit das Wasser tief in den Boden eindringen kann und nicht sofort verdunstet. Ein tiefer Schnitt ohne anschließendes Gießen bringt den Rasen allerdings unter Stress.
Ideal ist es, nach dem Mähen direkt zu bewässern – aber nicht übertrieben. Zwei bis drei kräftige Wassergaben pro Woche sind bei Hitze besser als tägliches oberflächliches Sprengen. So bilden die Wurzeln ein tieferes System und der Rasen wird widerstandsfähiger.
Rasen richtig mähen im Sommer schützt vor Trockenstress
Im österreichischen Sommer gilt: Wer den Rasen richtig mäht im Sommer, schenkt ihm nicht nur Form, sondern auch Gesundheit. Der ideale Schnittzeitpunkt, die passende Höhe und ein scharfes Messer entscheiden darüber, ob dein Rasen die Hitze unbeschadet übersteht. Kombiniert mit der richtigen Bewässerung bleibt er auch im Juli und August frisch, grün und trittfest – ganz ohne teure Spezialprodukte.